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Biologische Netzwerke

Alles ist verbunden

Lebendige Systeme lassen sich als Netzwerke verstehen, deren Knotenpunkte ihrerseits aus Netzwerken bestehen. Das charakteristische Merkmal, nachdem sich solcher Systeme aufbauen ist die Selbstorganisation, die - entgegen der klassischen Physik - nicht den Gesetzen der Thermodynamik gehorchen, sondern sich über biologische Rückkopplung steuern und kontrollieren.
In dieser (natürlichen) Organisationsform gibt es weder oben noch unten und auch keine Hierarchien. Die pyramidenartige Vorstellung von Hierarchien ist eine rein menschliche Projektion, in die er übergeordnete und untergeordnete Bereiche schafft. In der Natur existieren solche Gebilde nicht; dort gibt es nur Netzwerke, die ihrerseits in anderen Netzwerken eingebunden sind.

Der Mensch, der sich selbst gern als Spitze der scheinbar evolutionären Pyramide sieht, ist noch sehr weit von der Erkenntnis entfernt, das er mehr von der sogenannten Basis abhängt, die er sich nolens volens "untertan" gemacht hat, als diese von ihm. Zu dieser Einsicht fehlt uns etwas Wesentliches:

Die Achtung und der Respekt vor dem Lebendigen.

Der Grund dafür liegt in der fehlenden Achtung vor sich selbst und der Achtung unter seines Gleichen. Solange uns als Spezies nicht klar ist, das wir selbst nur Bestandteil eines Netzwerkes sind, von dem wir abhängen und weiterhin mit Tieren und Pflanzen mit Mißachtung oder gar mit Verachtung umgehen, wird sich der Mensch tatsächlich als "Irrläufer der Evolution" (Arthur Koestler) herausstellen und in seiner jetzigen Form über kurz oder lang von diesem Planeten verschwinden. Die Erde wird sich von diesem Experiment sehr schnell erholen, nur wir nicht.

Was wir benötigen, um als Spezies zu überleben, ist ein fundamentales Verständtnis der (ökologischen) Netzwerke und eine nachhaltige, an der notwendigen Achtung gemessenen verbindlichen Ethik.

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